Rezension

Nada Surf

Never Not Together


Highlights: Come Get Me // Mathilda // Looking For You
Genre: Indie-Rock
Sounds Like: Built To Spill // The Weakerthans // The Lemonheads

VÖ: 07.02.2020

Nada Surf gehören seit ihrer Gründung zur Garde der Bands, die einen unverkennbaren Sound haben – was nicht zuletzt an Matthew Caws eingängiger Stimme liegt. Gleichzeitig verliert sich die Band seit einigen Alben zu gerne in der Belanglosigkeit. Tolle Melodien, klar, aber doch alles immer ein wenig zu gleich, ein wenig zu ereignisarm.

Mit "Never Not Together" nehmen Nada Surf noch einmal erneut Anlauf. Wunscherschöne Indie-Rock-Melodien als Basis, um die herum sich kleinere Überraschungen und emotionale Erhebungen formieren. So zum Beispiel in "Come Get Me", das sich gegen Ende hin noch einmal erhebt und uns eine Endorphin-Dusche vom feinsten verpasst. "Looking For You" startet cheesy mit Kinderchören und entwickelt sich zur gefälligen Indie-Hymne. "Mathilda" ist spannend, wirkt für das Genre recht komplex mit seinen Rhythmen-Wechseln und gehört vielleicht zu den Highlights des Albums.

In Gänze besteht "Never Not Together" leider jedoch immer noch aus recht viel Füllwerk, das den ersten guten Eindruck etwas verwässert. Nada Surf sind immer noch fester Bestandteil jeder Roadtrip-Playlist, wie viele der Songs von "Never Not Together" auf lange Sicht allerdings den Vorzug vor "Popular" und Co. erhalten, wird sich noch herausstellen. Eine kleine Randnotiz gibt es dann jedoch: Nach fast 24 Jahren in der Branche, klingen Nada Surf immer noch nicht aus der Zeit gefallen. Und das muss man ja auch erstmal schaffen.

Andreas Peters

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