Rezension
Modest Mouse
Good News For People Who Love Bad News
Highlights: The World At Large // Float On
Genre: Indie-Pop
Sounds Like: Flaming Lips // Pixies // Supergrass // dEUS // Marr
VÖ: 05.04.2004
Seien wir mal ehrlich: Der letzte große Wurf in Sachen Indie ist lange her. Die Weakerthans sind immer nett, das Death Cab For Cutie Album war auch groß und neue Wilco-Alben sind immer wieder ein Genuss. Aber wir sehnten uns mal nach einem Album mit überragenden Arrangements, einem unverkennbaren Stil und Liedern für die Ewigkeit. Lieder die Gänshaut erzeugen. Lieder die einem, wenn man sie um 06 Uhr morgens direkt nach dem Aufstehen hört ein Lächeln auf's Gesicht zaubern. Lieder zu denen man mit der Freundin über die vom Frühlingstau noch nasse Wiese springen will. Lieder zu denen man mit seinem Kumpels auf einem rostigen Fahrad durch den warmen Sommerregen fahren will. Lieder für die Ewigkeit halt. Lang mussten wir warten und nun ist es passiert: Modest Mouse haben 16 solcher Songs geschrieben und veröffentlichen diese jetzt unter dem grandiosen Titel "Good News For People Who Love Bad News".
Schon die ersten drei Lieder machen klar wie grandios diese Platte werden wird. Das Intro und die Songs "The World At Large" und "Float On" gehen ineinander über und es klingt als hätte die Band es geschafft Sonnenstrahlen einzufangen und auf Platte zu pressen. "Das Leben ist schön und die Welt doch nicht so schlecht" scheint die Botschaft zu sein, die uns Sänger und Songwriter Isaac Brock zu vermitteln versucht.
Doch dann wechselt die Stimmung und Song für Song wird es düsterer. Brock's Stimme wechselt vom lieblichen Gesang zu einem agressiven Bellen, wie wir es von Frank Black kennen. In "The Devil's Work Day" , das soundmäßig an den schrägen Polka von Kaizers Orchestra erinnert, entlädt er dann seinen schrägen Humor um danach wieder zurück zum fröhlichen Indie-Pop zu schwingen.
Die Jungs sind nicht auf Nummer Sicher gegangen. Hier ist jeder Song anders, jeder hat eine Eigendynamik und verbreitet eine andere Stimmung. Und denoch klingt das ganze immer nach Modest Mouse. Unter den 16 Nummern ist kein wirklicher Ausfall. Die Texte sind großes Songwriting mit einem sympathischen Humor. Und am Ende gibt es mit "The Good Times Are Killing Me" noch einen Song bei dem die wunderbaren Flaming Lips an den Regler saßen.
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