Rezension

Element Of Crime

Schafe, Monster Und Mäuse


Highlights: Gewitter // Am Ersten Sonntag Nach Dem Weltuntergang // Im Prinzenbad Allein
Genre: Chanson // Folk // Rock
Sounds Like: Element Of Crime

VÖ: 05.10.2018

Was soll man über Element of Crime noch sagen? Seit nunmehr 33 Jahren spielen sie ihre Lieder und veröffentlichen mit „Schafe, Monster Und Mäuse“ bereits ihr 14. Studioalbum. Das diese Band auf dieser Platte von ihrem, mehr als bewährtem Mix aus Chanson, Blues und Folk, kaum abweichen wird, war abzusehen und bedarf eben auch keiner Notwendigkeit. Keine Band scheint sich weniger um musikalische Strömungen und Trends zu scheren wie EOC.

Mit „Immer Noch Liebe In Mir” setzen Element Of Crime sogar einen nicht mehr ganz neuen Song auf die Platte – bislang schlicht unveröffentlicht fügt sich der Song sehr passend in “Schafe, Monster Und Mäuse” ein. Den schunkeligen Chanson-Gedanken dieses Stückes trägt später vor allem “Die Party Am Schlesischen Tor” mit den aufwendigen Chören im Refrain fort.

“Gewitter” und “Stein, Schere, Papier” stechen dann eher mit ihrer unerwartet düsteren Atmosphäre heraus, aber nicht ohne den Hörer zum Abschluss der Platte wieder beschwingter mit “Karin, Karin” und “Nimm Dir, Was Du Willst” die Repeat-Taste drücken zu lassen.

Auf „Schafe, Monster Und Mäuse“ dürfen Songs fünf Minuten lang durch trübe Kreuzberger Tage und Nächte torkeln und auch mal gen Wüsten- und Psych-Rock abdriften. Und obwohl es mittelgroßer Irrsinn ist, dieselbe Platte immer und immer wieder aufzunehmen, schafft es die Band trotzdem immer wieder mit neuen musikalischen Nuancen und der lyrischen Finesse Regeners das hohe Niveau zu halten.

Sönke Holsten

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