Rezension

Bersarin Quartett

II


Highlights: Niemals zurück
Genre: Ambientsoundtracks
Sounds Like: Quartett // Kilimanjaro Darkjazz Ensemble // Swod

VÖ: 20.04.2012

Möchte man die Musik von Bersarin Quartett umschreiben, kommt man nicht umhin, die Tags Filmmusik, Kopfkino und dergleichen zu benutzen. Sehr gut versteht es die Band, (die keine ist, sondern „nur“ der Künstler Thomas Bücker) Atmosphären zu schaffen, die unweigerlich an Soundtracks denken lassen. Bereits auf dem selbstbetitelten Album gelang diese Mischung – ein Konglomerat aus Ambientklängen, Klavierspiel und akzentuiert eingesetzten Streichersoli. Auf dem nun erscheinenden „II“ wird dieses Schema konsequent weiter geführt und ausgebaut.

Wem genannte Assoziationen nicht gleich auffallen, dem hilft vielleicht ein Blick in die Titelliste. Wenn Instrumentalstücke „Der Mond, Der Schnee Und Du“, „Einsame Wandeln Still Im Sternensaal“ oder „Im Glanze Der Kometen“ heißen, kann der Wink mit dem Zaunpfahl schon mal zu Kopfschmerzen führen. Und tatsächlich: die Gefahr, zu sehr im Klischee stecken zu bleiben, ist da. Denn so schön das Schema der Ambientstreicher auf sanften Bassläufen kurzweilig auch ist – auf Albumlänge fehlt ein wenig die Abwechslung. „II“ eignet sich gut als Album, welches nebenher die Dezibel des täglichen Lebens überspielt und Konzentrationsarbeiten ein schöneres Grundrauschen verpasst. Denn besser als jegliches Radiogedudel ist das „Bersarin Quartett“ allemal. Steht jedoch der Genuss der Musik selbst im Mittelpunkt des Handelns, sind ausreißende Höhepunkte rar.

Klaus Porst

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