Rezension

Troy Von Balthazar

Knights Of Something


Highlights: Thugs // Empire Of My Hate
Genre: Lo-Fi // Indie Rock // Singer-Songwriter
Sounds Like: Chokebore // Guided By Voices // dEUS

VÖ: 01.04.2016

Routine ist der Tod jeglicher Kreativität. Soweit das Klischee. Und mit jeder Veröffentlichung wirst du irgendwann vom vielversprechenden Nachwuchstalent zum alternden Kultmusiker. Sprich: Du hast dein Potential nie wirklich umgesetzt und deine Fanbase nun auf das absolute Minimum heruntergeschrumpft, um gerade noch über die Runden zu kommen. Troy von Balthazar ist ein solcher Fall. Als ehemaliger Frontmann der Indie-Band Chokebore veröffentlicht von Balthazar alle paar Jahre ein Soloalbum, welches in kruden Lo-Fi-Aufnahmen mehr oder weniger desolate Lieder präsentiert. „Knights Of Something“ ist natürlich ein völlig vorhersehbares Album.

Sicher, die Wut der alten Band Chokebore ist bereits längst einer allergreifenden Lethargie gewichen. Und wer derart lebensmüde wirkt, kann in seinen Songs auch kein Partyfeuerwerk abbrennen. So schleppen sich die 13 Songs mal lärmend („Thugs“), mal auf Samtpfoten („Empire of My Hate“) und dann auch in wenigen Fällen von schweren Klavierklängen getragen („Smarter“) über die fast vierzig Minuten dieses Albums. Das ist alles schön traurig, besitzt auch eine der Erfahrung zu verdankende, handwerkliche Qualität. Doch ambitioniert ist das alles halt nicht und so plätschert „Knights Of Something“ irgendwie gefällig vor sich hin, ohne jedoch wirklich rechtfertigen zu können, wieso man sich nun gerade dieses Album anhören sollte.

Neue Fans wird „Knights of Something“ keine gewinnen. Alles beim Alten. Also alles wie erwartet.

Yves Weber

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