Rezension

Fucked Up

Year Of The Snake


Highlights: Year Of The Snake
Genre: Hardcore // Psychedelia // Prog // Experimental
Sounds Like: Fucked Up // Black Flag // Titus Andronicus

VÖ: 24.03.2017

Fucked Up sind eine Hardcore-Band, die gerne in Konzepten denkt und tut. Das haben sie mit ihrem Meisterwerk und Meilenstein „David Comes To Life“ bewiesen und führen es in der Zodiac-, sprich Sternzeichen-Reihe, seit 2006 konsequent durch. Hier leben sie ihre experimentellere Seite aus, und „Year Of The Snake“ ist schon das achte Release (!) der Reihe nach „Dog“, „Pig“, „Rat“, „Ox“, „Tiger“, „Dragon“ und „Hare“, den chinesischen Sternzeichen, seit dem Beginn im Jahr 2006. Acht Releases dieser Reihe stehen vier Studioalben, ebenfalls seit 2006, entgegen, und sprechen eine deutliche Sprache, welches Gewicht die Reihe für die Band aus Toronto hat.

Wie alle Teile der Reihe besteht „Year Of The Snake“ aus einem langen (fast 25 Minuten) Titeltrack und einer B-Seite. Hier sind Fucked Up ganz eindeutig nicht nur eine Hardcore-Band, sie nutzen auch diesen Teil der Reihe zu Ausflügen in andere Genres: Ambient, Drone, und Klänge indischer Musik, psychedelisch anmutend, mitunter beinah Prog-Rock. Dieses Release ist geschrieben vom Gitarristen Mike Haliechuk und inspiriert von einer Reise nach Nepal. Wie nun vielleicht naheliegend, geht es um Meditation und den Umgang mit dem Tod und Wiedergeburt. Wer Lust hat auf eine kleine experimentelle Reise, für den ist diese EP, und die Reihe allgemein, eine gute Idee. Doch hauptsächlich machen Fucked Up die Zodiac-Reihe für sich selbst, quasi ein Abenteuerspielplatz für eine Hardcore-Band.

Daniel Waldhuber

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