Rezension
Disturbed
Asylum
Highlights: Asylum // Warrior // Crucified
Genre: Alternative Metal
Sounds Like: Soil // Godsmack // Drowning Pool
VÖ: 27.08.2010
Von den einen geliebt, von den anderen gehasst: Insbesondere in Szenekreisen werden Disturbed wahrscheinlich immer ein Streitthema bleiben. Aber das stört die Irgendwas-Metalband nicht. Konsequent und unbeirrt geht sie seit dem im Jahr 2000 veröffentlichten Debüt "The Sickness" ihren Weg. Aber warum auch was ändern? Bei über elf Millionen Plattenverkäufen kann jedenfalls nicht von mangelndem Erfolg die Rede sein.
So ist es wenig überraschend, dass auch "Asylum" in gewohntem Stile aus den Lautsprechern dröhnt. Eingängige Gitarrenriffs, die wohl einzigartige Stimme David Draimans, zwischendurch eine Ballade, hin und wieder ein Gitarrensolo, der Melodie stets mit der nötigen Härte zugewandt und das manchmal mit ein paar Synthesizern aufgepäppelt. Tja, man kennt das halt alles.
In Anbetracht des Covers wirkt diese Mutlosigkeit geradezu lächerlich. Ein ekelhaft-gruseliges Biest mit aufgerissenem Maul und feurigen Augen, von Gürteln umschnallt. Also bitte, so bösartig ist das Album, wie eben alle Disturbed-Vorgängerwerke auch, nun wirklich nicht.
"Asylum" kommt von vorne bis hinten ohne Experimente aus und ist gleichzeitig auch keine Disturbed-Hitsammlung, durch die sich neue Spektren und Fans erschließen lassen könnten. Eingefleischte Anhänger wird die Platte aber ebenso wenig enttäuschen. Auf etwas anderes scheint die Band es aber auch nicht angelegt zu haben. Und ein Gähnen geht um.
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