Rezension

Beach Slang

The Things We Do To Find People Who Feel Like Us


Highlights: Noisey Heaven // Ride The Wild Haze // Young & Alive
Genre: Punk // Pop-Punk
Sounds Like: The Gaslight Anthem // Japandroids

VÖ: 30.10.2015

Beach Slang sorgen seit einiger Zeit für einige Furore. Nach der Veröffentlichung zweier EPs und der Wiederveröffentlichung beider zusammen unter dem Titel „Broken Thrills“ wurden die Amerikaner in den Himmel gelobt, nun kommt mit „The Things We Do To Find People Who Feel Like Us“ das erste richtige Album der vier Jungs aus Philadelphia – und was für eins.

Denn das Debüt, was mit 26 Minuten sehr kurz ist, offenbart eigentlich keine Schwächen. Wunderbare Melodien mit lauten Gitarren gepaart mit einer unglaublich rauchigen Stimme und schönen Texten – klar, dass da schnell Vergleiche mit den jungen Gaslight Anthem auftauchen, sowohl musikalisch als auch qualitativ. So sind die beiden Hits „Noisey Heaven“ und „Ride The Wild Haze“ in der Tradition Brian Fallons geschrieben: klare, einfache, laute Gitarren spielen herzzerbrechende Melodien und unterstützen die von James Snyder wunderbar vorgetragenen Lyrics.

Es zeigt sich aber auch ihre Nähe zum Hardcore, alleine durch die Länge der Lieder, die bis auf eine Ausnahme alle unter drei Minuten liegt. Dadurch wirkt das Album sehr kurzweilig und in sich stimmig. Es wird über die gesamte Länge von 26 Minuten ein wirklich überragendes Niveau gehalten, was in der Form in den letzten Jahren nur sehr wenigen gelang. Wenn man unbedingt einen Kritikpunkt finden müsste, wäre das, dass man nach einem Durchgang unbedingt noch mehr von der Band hören möchte. Und wenn man das als einzig negativen Aspekt über ein Albums anführen kann, merkt man, was für ein grandioses Debüt dort vor einem liegt.

Lewis Wellbrock

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