Rezension

The Chemical Brothers

Born In The Echoes


Highlights: Born In The Echoes // EML Ritual // Go
Genre: IDM // BigBeat // Elektro // TripHop
Sounds Like: Basement Jaxx // Caribou // UNKLE // Justice // Boys Noize

VÖ: 17.07.2015

Klar, The Chemical Brothers sind eine Institution. Seit Anfang der 1990er Jahre sind Ed Simons und Tom Rowland nun schon unterwegs, sieben Alben markieren ihren Weg. „Born In The Echoes“ ist Nummer acht und es müsste schon mit seltsamen Dingen zugehen, bekäme man nicht, was man erwarte. Was erwartet man also? Eine Mischung aus BigBeat, TripHop und IDM, hypnotische Rhythmen, überragende Einzelsongs und interessante Kollaborationen.

„Born In The Echoes“ bietet dem Hörer: Eine Mischung aus BigBeat, TripHop und IDM, hypnotische Rhythmen, überragende Einzelsongs und interessante Kollaborationen. Überragend ist der Titeltrack gen Ende, von dem man einfach nicht loskommt, so sehr nimmt dieser schräge Beat einen gefangen und so einehmend ist auch der Gesang von Cate Le Bon. Ansonsten geben sich St. Vincent („Under Neon Lights“, das wohl eingängigste, was je von ihr zu hören sein wird), Beck (das träumerische, an The Notwist erinnernde „Wide Open“) oder Colin Stetson die Ehre („Radiate“). An „Galvanize“ oder „Hey Boy Hey Girl“ erinnert „Go“, auf dem Q-Tip rappt, wie auch das hochnervöse „EML Ritual“. „I’ll See You There“ knüpft an „Exit Planet Dust“ und „Dig Your Own Hole“ an.

Verwundernd ist dabei, wie gut das Duo es schafft, sowohl nach dem zu klingen, was sie schon immer ausmachte, als auch die Gefahr zu umschiffen, die immergleiche Kost abzuliefern. „Born In The Echoes“ konzentriert sich zwar mehr auf die Erfolgsalben und -rezepte der Band, klingt aber nach wie vor frisch, anspruchsvoll und innovativ. Einzigartig dürften die Engländer darin sein, so konsequent und andauernd Künstler aus ihrem gewohnten Kontext zu reißen und als Kollaborationspartner zu präsentieren. „Born In The Echoes“ ist so ein Album, zu dem man ohne zu zögern greifen kann, entweder, weil man die Band schon kennt oder einen guten Querschnitt ihres Sounds kennenlernen möchte.

Klaus Porst

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