Rezension

The Bug

Angels & Devils


Highlights: Fuck A Bitch // Ascension // The One
Genre: TripHop// HipHop // Industrial // Dubstep
Sounds Like: Tricky // Massive Attack // Death Grips // Techno Animal

VÖ: 22.08.2014

Der Brite Kevin Martin ist recht umtriebig. Er selbst tritt unter diversen Künstlernamen und mit unterschiedlichen Projekten wie GOD oder Techno Animal auf, hat dazu noch eine Vielzahl an Kollaborationen mit Künstlern von John Zorn über Blixa Bargeld, Dälek, Alec Empire oder Justin Broadrick vorzuweisen. Als The Bug veröffentlicht er gerade sein viertes Album seit 1997, „Angels & Devils“.

Dieses ist sehr ambivalent. The Bug spielt sich durch diverse elektronische Genres von TripHop bis Dubstep, dazu fließen immer mal wieder HipHop-Sounds und mitunter krude Gäste mit ein. Bestes Beispiel hierfür ist „Fuck A Bitch“ feat. Death Grips, das in seiner latenten Aggressivität ein absoluter Gegenpart zu „Save Me“ feat. Gonjasufi ist, welches tiefenentspannt daherkommt.

Die vielen Gäste bringen jeweils auch unterschiedliche Stile mit, „Void“ etwa, gesungen oder gehaucht von Liz Harris, wabert in dunklem TripHop, „Fall“ feat. Copeland klingt eins zu eins nach Tricky, „Ascension“ wie eins der Nine-Inch-Nails-Instrumentals. Miss Red bringt den HipHop der Straße, Flowdan rappt über basslastige, schnelle Beats.

Interpretiert man „Angels & Devils“ als Album der musikalischen Gegensätze, passt der Titel, es stehen sich eher sanfte Sounds und recht harte, kantige HipHop-Songs gegenüber. Was allerdings ein wenig fehlt, ist der rote Faden, der beides verbindet. „Angels & Devils“ wirkt weniger wie eine Einheit, sondern als Ansammlung unterschiedlicher Stücke, die zufällig nebeneinander existieren.

Klaus Porst

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"Save Me " & "Fuck A Bitch" im Stream

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