Rezension

Rhonda

You Could Be Home Now


Highlights: You Could Be Home Now // Habits // Why We Stay
Genre: Neo Soul // Pop // Punk
Sounds Like: Morricone // Amy Winehouse // Trashmonkeys

VÖ: 11.01.2019

Rhonda veröffentlichen mit „You Could Be Home Now“ bereits ihren dritten Longplayer und kehren damit ein Stück weit zu ihren Wurzeln zurück. Wo der Vorgänger „Wire“ mit der opulenten Unterstützung des Babelsberger Filmorchesters die ganz große Geste suchte, gehen Rhonda mit ihrer jüngsten Veröffentlichung in die Garage zurück. Ein Großteil der Vocals wurde in der Garage von Sängerin Milo in Los Angeles aufgenommen. Herausgekommen sind 12 Stücke, die sich mit ihrem rohen Sound irgendwo zwischen Morricones und Barrys Filmscores ansiedeln, aber immer auch den Dreck und die Impulsivität des Punk und Rock n' Roll durchblitzen lassen.

Eingerahmt werden die Songs von „Morongo Road Pt. I & II“, welche mit ihrer Gitarrenmelodie auch jeden Western untermalen könnten. „Habits“ verlässt dann kurzerhand das eröffnende Genre, reißt den Verzerrer ordentlich auf und mündet in einem wunderbar eingängigen Song, der sich auch auf den Indie-Floors gut machen wird. In „Couldn't Say Yes“ wird die Tanzbarkeit von Melancholie abgelöst und der Song entwickelt sich zu einer abgeklärten und vor Coolness triefenden Soul-Nummer. „Why We Stay“ verzichtet gleich auf eine Strophe und beginnt mit dem Refrain, welcher in bester Gospel-Manier mehrstimmig intoniert und den Song zur Feel-Good-Nummer des Albums macht.

Rhonda manifestieren auf „You Could Be Home Now“ ihren Stil, ohne sich dabei zu wiederholen. Der wieder etwas roher geratene Sound steht den Songs wunderbar zu Gesicht und unterstreicht die Stimmungen der Songs optimal, was nicht zuletzt auch an der sehr geschmackssicher aufspielenden Band liegt. Gepaart mit dem beispiellosen Gesang von Frontdame Milo haben sich Rhonda ihre ganz eigene Nische in der deutschen Musiklandschaft geschaffen.

Sönke Holsten

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Video zu "l Couldn't Say Yes"

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