Rezension

Alias Caylon

Where There Be No Land


Highlights: Dog In The Fog // No Air No Castle // Crossed Out
Genre: Emo-Core // Indie // Post-Hardcore
Sounds Like: Smoke Blow // Freiburg // Thrice

VÖ: 17.08.2018

Möchte man das Covermotiv der neuen Platte „Where There Be No Land“ deuten, so könnte man daraus schließen, dass Alias Caylon tief abgetaucht sind, um die dritte Platte zu produzieren, um anschließend aber mit Schwung wieder an die Oberfläche zu schießen. Vielleicht steckt aber auch eine völlig andere Intention hinter dem Artwork. Fakt ist, die Flensburger haben neun Jahre verstreichen lassen, ehe der Nachfolger von „Follow The Feeder“ in den Startlöchern stand. Kann allerdings schonmal solange dauern, wenn alles in feinster DIY-Manier gemacht wird.

Gelohnt hat sich das Warten allemal. Der Opener „Crossed Out“ macht da weiter, wo die Band damals aufgehört hat. Sich gegenseitig anstachelnde Gitarren, eine zackige Rhythmusgruppe und ein kraftvoller Refrain schrauben sich direkt in die Ohrmuschel. „Strangle Yourself“ kommt noch eine Spur eingängiger daher, nimmt aber im Verlauf des Songs den Drive raus und schlägt nochmal ein paar Ecken und Kanten in die Songstruktur, was eine ungeahnte, aber hörenswerte Wendung gibt. „Sweet Carees“ beschließt die Platte dann etwas gezügelter, nimmt an den richtigen Stellen das Tempo raus und fährt im Finale nochmal den großen Refrain auf.

Den großen Hit, wie es „High Times“ auf dem Vorgänger war, hat „Where There Be No Land“, zwar nicht zu bieten, überzeugt aber trotzdem auf ganzer Linie. Bleibt nur zu hoffen, dass der Wal vom Cover nicht sobald wieder abtaucht. Aber wir wollen das Cover jetzt auch nicht überinterpretieren.

Sönke Holsten

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