Festival-Vorbericht

TakeRoot 2019


Gemeine Zungen könnten die Selbstbeschreibung von Bob's Country Bunker aus dem Kulthit Blues Brothers auch dem TakeRoot zuschreiben: "Oh, wir haben beides: Country und Western." Auch klassisch amerikanische Musik bietet schließlich enorme Vielfalt – die das Groninger Festival diesmal schon zum 22. Mal präsentiert.

Zugegeben, wo Father John Misty und Kurt Vile letztes Jahr bunte Indie-Tupfer in die Erdfarben der Headlinerriege sprenkelten, ist das Gesamtbild dieses Mal homogener: Musste der ursprünglich geplante Headliner Brandi Carlile noch absagen, wird die Spitzenposition des TakeRoot nun von einem der seltenen Europa-Auftritte der Drive-By Truckers besetzt. Cowpunks at its best since 1996! Eine ähnlich beeindruckende Karriere können auch Son Volt vorweisen, die bereits seit 1994 in der Tradition großer amerikanischer Geschichtenerzähler wie Woody Guthrie stehen. Josh Ritter (siehe Foto) wiederum staubte mit Alben wie "Gathering" oder "Sermon On The Rocks" auch schon bei uns hohe Wertungen ab.

Und auch darüber hinaus lädt der Groninger Oosterpoort wieder einen Nachmittag und Abend lang dazu ein, sich den (zumindest imaginären) Cowboyhut aufzusetzen und in den zwei Sälen, dem Foyer und "Dachboden" des Oosterpoort auf musikalische Entdeckungsreisen zu gehen. Unser Tipp: Cedric Burnside – dessen Bluesrock hätte auch Jake und Elwood gefallen.

Das TakeRoot Festival findet am 02.11. im De Oosterpoort in Groningen, 40km von der deutschen Grenze entfernt, statt. Tickets (zu einem Preis von 52,60 €) und das komplette Line-up gibt es unter www.takeroot.nl.

Jan Martens

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