Rezension

We Were Promised Jetpacks

The More I Sleep The Less I Dream


Highlights: Impossible // Someone Else Problem // When I Know More
Genre: Indie
Sounds Like: The Twilight Sad // Frightened Rabbit // Aereogramme

VÖ: 14.09.2018

Gut neun Jahre ist es nun her, dass We Were Promised Jetpacks ihr umjubeltes Debüt „These Four Walls“ mit dem Überhit „Quiet Little Voices“ auf die Welt losgelassen haben. Unzählige weltweite Touren und drei Alben später ist das Quartett musikalisch wie privat an einem anderen Punkt angelangt. Nach dem eher sperrigen „Unraveling“ kehren die Schotten nun mit „The More I Sleep The Less I Dream“ zumindest teilweise zu ihren Wurzeln zurück.

Atmosphärisch, gemächlich eröffnet „Impossible“ das Album und steigert sich stampfend in bekannter Jetpacks-Manier. Das Spiel mit den Erwartungen beherrschen die Schotten nach wie vor und beeindrucken hier neben den postrockigen Gitarrenklängen vor allem gesanglich. Die Stimme von Adam Thompson klang nie klarer. Dieser Eindruck manifestiert sich im Laufe der 43 Minuten.

Mal zart, mal voller Inbrunst brilliert der Sänger besonders in Songs wie im Titeltrack „The More I Sleep The Less I Dream“ – ein atmosphärisches Meisterwerk mit einer Klarheit, die das Vorgängeralbum „Unraveling“ vermissen ließ. Das mag auch mit der Rückkehr zum gitarrenlastigen Ursprungssound zusammenhängen, bei dem auf Synthesizer verzichtet wird. We Were Promised Jetpacks finden zu alter Stärke zurück und kreieren zu viert Klangwelten, die nur wenige Bands so erzeugen können.

Sönke Holsten

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