Rezension

Ufomammut

Ecate


Highlights: -
Genre: Doommetal // Sludge // Noise
Sounds Like: Neurosis // Cult Of Luna // Corrections House // Eagle Twin

VÖ: 27.03.2015

Nachdem man mit den beiden letzten Alben „Oro: Opus Primum“ und „Oro: Opus Alter“ ein zusammenhängendes Konzeptwerk schuf, treten die drei Italiener von Ufomammut nun wieder ohne großen Überbau auf. „Ecate“ heißt ihr achtes Werk, hat mit 45 Minuten ideale LP-Länge und geht komplett in die Vollen. Spielten Ufomammut bisweilen eine etwas progressive, manchmal psychedelische Variante des Sludge, ist „Ecate“ in großen Teilen metallastiges, wüstes Gekloppe.

Nach zwei Minuten waberndem Synthieintro etwa geht „Somnium“ in basslastiges Geschredder über, samt Schreien aus der Hölle, vergleichbar mit Cult Of Luna. „Plouton“ setzt dort noch einen drauf: Hier verzichtet man lieber gleich auf das Intro und brüllt drei Minuten lang alles nieder, was sich in den Weg zu wagen stellt. Etwas Ruhe zu Beginn gönnt „Chaossecret“, langsam stapft der Song im Sumpf daher, samt Stimmen aus dem Off, eher nach der Hälfte – nach sechs Minuten – das Unvermeidliche passiert: tiefgrollender Bass und Schlagzeug prügeln sich um die Wette, wer das Stück rhythmischer in den Abgrund reißt, wo Sänger Urlo einen sehr bestimmten Empfang bereitet – mit klarem Punktsieg beim fies knirschendem Bass übrigens.

"Ecate" ist der Name einer Göttin, die zwischen den Göttern, den Lebenden und den Toten wandern kann. Insbesondere der Welt letzterer scheinen sich Ufomammut angenommen zu haben. In "Temple" bauen sie Ecate einen solchen – nur um ihn mit großem Getöse wieder einzureißen. Abschließend wird in „Daemon“ selbiger sehr glaubhaft beschworen. Nimmt man die wenigen Minuten der Quasi-Stille mal heraus, haben Ufomammut hier ein Album abgeliefert, das in so einer konsequenten Art alles niederreißt, wie noch nie in ihrer Karriere. Wertung: Akute Nackenzerrung.

Klaus Porst

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