Rezension

Tom Williams & The Boat

Teenage Blood


Highlights: Teenage Blood // There's A Stranger
Genre: Anti-Folk // Alternative-Pop-Rock
Sounds Like: Frank Turner // Goldheart Assembly

VÖ: 04.05.2012

Nach dem eher unbeachteten Debüt „Too Slow“ (2011) starten die Tom William & The Boat nun einen erneuten Angriff mit ihrer Platte „Teenage Blood“ und machen mit dieser ganz klar deutlich, warum sie in das Anti-Folk-Genre gehören.

Neben Booten – sie kommen im Band- wie auch Labelnamen „Wire Boat Recordings“ vor – mag Tom Williams offensichtlich hörbar gute Mischungen. Diesen Eindruck jedenfalls hinterlässt die neue Platte: saftige Pop-Refrains treffen auf staubige Folk- und Blues-Elemente, werden gepaart mit rockigen Gitarren, weicher Stimmfärbung und umwerfendem Storytelling.

So beschert uns der Opener und Namensvetter des Albumtitels „Teenage Blood“ einen waschechten Ohrwurm, dessen Refrain „I have Teenage Blood and have a Teenage Heart“ sofort zum Mitsingen verführt. Ähnlich gestrickt sind auch „Too Young“, das ganz entfernt an Pulp erinnern kann, oder „Neckbrace (Big Wave)“, das luftig wie ein Soufflee um die Ecke biegt.

Erstaunen hinterlassen aber vor allem Stücke wie „Summer Drive“ oder „Trouble With The Truth“, in denen Williams die seiner Stimme innewohnende Melancholie besonders herausarbeiten kann und damit nach Größen wie Magnolia Electric Co. greift.

Bei all dem zeigt sich immer wieder ein deutlicher Hang zur Dramatik, etwa bei Songs wie „Emily“ oder wenn Williams bei „There's A Stranger“ – nach Williams eigener Meinung der beste Song, den er je geschrieben hat – verzweifelt und inbrünstig „I got used to be alone / And now that you've come back / The one I loved is dead to me / And there's a stranger in my bed [...]“ jault.

Seit ihrem Debüt haben die Jungs und Mädels um Williams den eingeschlagenen Pfad weiter ausgebaut und sehen die Konturen ihres Schaffens nun scheinbar viel deutlicher. Auf „Teenage Blood“ jedenfalls präsentieren sie zehn Songs, die einen Seiltanz zwischen leidenschaftlichen Stärken, Zerbrechlichkeit und nicht zuletzt abgerocktem Drive meistern. Hörenswert!

Silvia Silko

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Tom Williams & The Boat // My Bones
Tom Williams & The Boat // Teenage Blood

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