Rezension

The Used

In Love And Death


Highlights: Let It Bleed // Sound Effects And Overdramatics
Genre: (Screamo) // Emo
Sounds Like: Hoobastank // My Chemical Romance // Finch

VÖ: 24.01.2005

Seit ihrem fulminanten Debütalbum ist viel passiert und viel Zeit ins Land gegangen. Sänger Bert McCracken hat sich von Rockbalg Kelly Osbourne getrennt und nun soll sich zeigen, ob es The Used auch ohne prominente Rückendeckung gelingt, ein ordentliches Album zu machen. Für "In Love And Death" ging man abermals mit Goldfinger Mastermind John Feldmann ins Studio. Nunja, wäre Bert mal besser bei Kelly geblieben.

Welcher Teufel die Band geritten haben mag, aus ihren Fähigkeiten so wenig zu machen? Das Zweitwerk ist deutlich komerzieller geraten, was nicht unbedingt schlecht sein muss. In diesem Fall aber schon! Bei wem wollen sich The Used damit einschleimen? Wo ist der satte Emocore mit tollen Melodien hin? Man hat den Eindruck, dass die Charts deutlich ins Visier genommen wurden und alles andere in den Hintergrund gerückt ist.

Oder wie soll man sich Fehlgriffe wie "Take It Away" erklären, welches zu allem Überfluß auch noch als Single ausgewählt wurde? Und dann diese Weichspülnummern! Songs, wie "Cut Up Angels", "Yesterday´s Feelings" oder "Lunacy Fringe" sind einfach nur noch als schlecht und fast schon lächerlich zu bezeichnen. Vielleicht sollte jemand dem guten Bert mal sagen, dass er überhaupt nicht singen kann, sonst erwartet uns noch Schlimmeres auf dem nächsten Album. Schreien, das kann er. Leider zeigt er das fast gar nicht mehr, sieht man mal von dem an gute, alte Zeiten erinnernde "Let It Bleed" und der Hardcoresause "Sound Effects And Overdramatics" ab. Der Rest ist Stückwerk und klingt auch nach dem x- ten Durchlauf völlig belanglos.

Tja, liebe Jungs von The Used, die Reifeprüfung habt ihr nicht bestanden. Vielleicht schafft ihr es im zweiten Anlauf. Besser wärs, sonst sieht die Zukunft nicht so rosig aus.

Benjamin Köhler

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