Rezension

Tenacious D

The Pick Of Destiny


Highlights: Kickapoo // Dude (I Totally Miss You) // History
Genre: Rock // Metal // Comedy
Sounds Like: Spinal Tap // Manowar // Soundtrack: South Park: Bigger Longer & Uncut

VÖ: 09.02.2007

JB hat einen Traum. Er will Rockstar werden. Ronnie James Dio persönlich schickt ihn nach Los Angeles. Mit KG gründet er Tenacious D - der Erfolg aber bleibt aus. Doch ein Gitarrenverkäufer weiß Rat: JB und KG brauchen das "Pick Of Destiny", ein Plektrum geschnitzt aus einem Zahn Satans, ausgestellt im Museum des Rock'n'Roll.

Klingt nach Hollywood? Gut, ist auch der Inhalt des Films "Tenacious D: The Pick Of Destiny", der nach dem amüsanten Clip der Band zu "Tribute" nahezu Pflicht war. Schon damals kämpften Jack Black und Kyle Grass mit Rockmusik gegen den Teufel in Gestalt von Dave Grohl. Das Tribut an den besten Song in der Welt war 2002 meistgewünschtes Lied bei Kerrang TV. Danach wurde es erstmal wieder ruhiger um die beiden Chaoten. Black drehte "School Of Rock" und "King Kong" ab, während Grass es bei kleineren Auftritten in Filmen und Serien wie "Friends" beließ.

2006 begannen dann die Dreharbeiten zu "Tenacious D: The Pick Of Destiny", der hierzulande unter "Kings Of Rock" am 08.02.2007 in den Kinos anläuft. Schauspielerische und musikalische Unterstützung gab es zuhauf. Dio, der wieder teuflische Grohl und Meat Loaf als JBs Vater sind auch auf dem Soundtrack zu hören. Die Vorbilder sind also klar. Dann kanns ja los gehen: 3...2...1...ROOOOOOOOOOOOOOOCK!

Es wird geknüppelt, geschrammelt, geschrieen, gesprochen, geflucht. Liebe Eltern, ja, der "Parental Advisory"-Sticker klebt nicht umsonst auf dem Cover. "Oh the dragons balls were blazing as I stepped into his cave / Then I sliced his fucking cockles / With a long and shiny blade / It was I who fucked the dragon / Fuckalize sing fuckaloo / And if you try fo fuck with me / Then I shall fuck you too." Eine höhere Quote des Four-Letter-Wortes hat allenfalls noch Limp Bizkits "Hot Dog".

Bedient werden alle Freunde der Rockmusik, egal ob sie Balladen mögen (Dude (I Totally Miss You)), Metal (Car Chase City, The Metal), Classic Rock (Classico) oder Politisches (The Government Totally Sucks). Total durchgeknallt ist "Papagenu (He's My Sassafrass).

Es wäre unfair zu behaupten, dass "The Pick Of Destiny" trotzdem nicht an das Debüt "Tenacious D" heranreicht, da es als Konzeptalbum mit den Bildern des Films sicher hervorragend funktioniert. Ohne den Film gesehen zu haben, wirkt die Platte eher unausgeglichen und anstrengend. Wenn man sich aber die Lieder herauspickt und einzeln anhört, merkt man, dass Jack Black und Kyle Grass nicht nur sehr gute Schauspieler, sondern auch 1A-Musiker sind. Mit einem solchen Doppeltalent sind nur die Wenigsten gesegnet. Der Gott des Rock'n'Roll hat es gut mit ihnen gemeint. Oder haben die beiden wirklich das "Pick Of Destiny" in ihren Händen?

Martin Korbach

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