Rezension

Suma

The Order Of Things


Highlights: The Disorder Of Things // Education For Death
Genre: Sludge // Doommetal
Sounds Like: Ufomammut // Neurosis // YOB // Celeste // Eagle Twin

VÖ: 07.10.2016

Ihr viertes Album in 15 Jahren Bandgeschichte veröffentlichen die Schweden Suma gerade zur richtigen Zeit. Die Welt scheint düster bewölkt und das scheint nicht nur am hereinbrechenden Herbst zu liegen. Stilistisch dazu fügt sich einmal das Cover zu „The Order Of Things“ ein und die Musik sowieso. Unter all den Sludge-/Doommetalkapellen dieser Erde nehmen Suma eine Stellung als besonders hart, kompromisslos und brachial ein. Ein Urteil, welches „The Order Of Things“ von vorn bis hinten verteidigt, denn es ist in Musik gefasste Wut. Anschreien und Brüllen seitens des Gesanges, in die tiefste Magengrube gehende Basslinien und ein grollendes Schlagzeugspiel – Suma loten in jeder Hinsicht Extreme aus.

Dabei sind die Ungetüme an Songs auch noch wahre Fundgruben von Rhythmikelementen. Wie Kreissägen agieren die Gitarren in „Bait For Maggots“. Unnachgiebig sägen sie in die Ohren, bis diese oder irgendetwas anderes blutet. Pausen? Gibt es abseits der Intros nicht. Lediglich im letzten Stück „The Greater Dying“ nehmen Suma ein wenig das Tempo raus und achten etwas auf Klänge statt auf Lärm. Davor allerdings: „The Disorder Of Things“. Ein vierminütiger Komplettabriss. Stumpf, brachial, schnell. Vom Doom leihen sich die Schweden den Druck, das Tempo jedoch wird angezogen.

Kritischerweise könnte man urteilen, „The Order Of Things“ wäre nur eine einstündige Aneinanderreihung von schweren Riffs. Und ja: Besonders virtuos oder progressiv ist das alles nicht. Dafür ungemein kompromisslos und brachial. Wo sich Neurosis gerade zur Ruhe setzen, knüpfen nun andere an deren alte Alben an und obschon bereits die Konserve in die Vollen geht: Live wird das alles ein noch viel größeres Fest. Für die Abende, die komplett dem Abriss gewidmet sind.

Klaus Porst

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"Bait For Maggots"

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