Rezension
Sandro Perri
Impossible Spaces
Highlights: Futureactive Kid // Changes // Impossible Spaces
Genre: Artpop
Sounds Like: David Bowie
VÖ: 21.10.2011
Es gibt Musik, für die gibt es kein Genre. Einerseits fallen darunter abseitige Soundexperimente eines Mike Patton, andererseits Alben wie Sandro Perris „Impossible Spaces“. Das nämlich könnte man als Resultat beschreiben, wenn im Fundus eines Filmstudios ein Wochenende verbracht wird und aus dem bunten Durcheinander des Angesammelten einen Low-Budget-Film gedreht wird. Impossible Spaces erinnert vom Cover an The Cures „Boys Don’t Cry“-Album, ohne jedoch auch nur im Ansatz etwas vom Inhalt mit zu nehmen. Musikalisch reicht die Reise von David Bowie bis David Bowie, denn es gibt wohl nichts, was Bowie noch nicht gemacht hat – nur kann man dessen Schaffen auf mehrere Dutzend Alben aufteilen und wird nicht wie bei Perri innerhalb von 38 Minuten damit konfrontiert.
Der Opener „Changes“ klingt dann auch direkt nach den Textzeilen des berühmten Vorbildes, wabert aber zum Ende hin in eine Synthesizer-Free-Jazz-Orgie aus. „Love & Light“ beinhaltet smoothen Softrock, der einem entspannten Sixties-Soundtrack entstammen könnte. „How Will I?“ hingegen ist ein achtminütiger Hippie-Progrock-Song, „Futureactive Kid“ eine langsame Ballade mit einer Vielzahl an Instrumenten und Einflüssen. Neben dem Grundgerüst des Albums (Gitarre, Drums, Bass, Syntheziser, Gesang) kommen hier unter anderem Klarinetten und Flöten zum Einsatz. Der abschließende Titeltrack überzeugt als extrem entspannte Ballade mit Vögelzwitschern im Hintergrund.
„Impossible Spaces“ ist genau so faszinierend anzuhören wie eindeutig beschreibbar. Alles, was ohne Zweifel gesagt werden kann, ist, dass man kurzerhand das Prädikat „schön“ vergeben kann, wenn man sich durch diese krude Ansammlung von Melodien und Soundcollagen hört.
Sehen
Finden
Bye-Bye
Am 5. Januar 2021 haben wir éclat eingestellt. Mehr Infos hierzu gibt es auf unserer Startseite!





