Rezension

Get Cape. Wear Cape. Fly

Maps


Highlights: Vital Statistics // The Joy Of Stress // Easy (Complicated) // London's Burning
Genre: Indie
Sounds Like: Sam Duckworth // Tellison // Bright Eyes

VÖ: 04.05.2012

Get Cape. Wear Cape. Fly sind zurück: Zwei Jahre nach dem selbstbetitelten Album erscheint nun rechtzeitig zum guten Wetter der Nachfolger „Maps“ und es scheint alles so zu sein wie gehabt. Sam Duckworth zeigt sich gewohnt abwechslungsreich, mal nur mit Akustikgitarre, dann wieder mit elektronischer Unterstützung oder hymnisch wie im Closer „London's Burning“. Die erste Single „The Real McCoy“ ist mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit das Rockigste, was der Brite je hervorgebracht hat.

Trotzdem will der Funke nicht so recht überspringen. Das ist alles irgendwie nicht zwingend genug, weder die Melodien noch die Texte wollen richtig im Kopf hängenbleiben, obwohl beides klar besser ist als das gewöhnliche Rockpopeinerlei. Es ist unverkennbar Get Cape. Wear Cape. Fly, nach wie vor grundsympathisch, aber irgendwie reicht das nicht mehr. Nicht falsch verstehen, „Maps“ ist auf keinen Fall ein schlechtes Album geworden, aber eben auch kein tolles. Es ist (was vielleicht das schlimmste Urteil überhaupt ist) schlichtweg nett, ganz okay. Das kann man beim Surfen im Internet nebenher laufen lassen, ohne sich zu langweilen, oder beim Sonnenbaden im Park. Ab und zu nickt man dann mit dem Kopf oder wippt im Takt, aber das kann alles ganz nebenbei passieren.

Es fehlen irgendwie der Schwung, die Eingängigkeit und das gewisse Etwas, das die Vorgängeralben ausgezeichnet hat. Sam, vom nächsten Album erwarten wir uns aber wieder mehr!

Lisa Dücker

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