Rezension

Cats On Fire

Our Temperance Movement


Highlights: Horoscope // Letters From A Voyage To Sweden // Tears In Your Cup
Genre: Indie-Pop
Sounds Like: The Shins // The Smiths // Belle & Sebastian

VÖ: 22.05.2009

Die Geschichte zu dieser Platte ist schnell erzählt:

Finnischer Indie-Pop, der klingt, als käme er aus der Vergangenheit. Klar, ewige und obligatorische Smiths-Referenzen werden anlässlich dieser Platte nun wieder bemüht. Ein großes Unrecht. Sicher gibt es kaum eine Band dieses Genres, die nicht von “Meat Is Murder” oder “The Queen Is Dead” beeinflusst wurde, doch deshalb gleich wieder die Referenzschublade zu sortieren, wird dem oft nicht gerecht. Bei Cats On Fire ist dem jedoch definitiv so. Die Suche nach Hammerharmonien führt die Finnen durch diese zehn wunderbar jahreszeitlichen Songs, die immer auch die Leichtigkeit der Shins streifen. Klassisch instrumentiert, mit Ausnahme des geringen Klarinetteneinsatzes, bestimmt die Melodie die Songs. Der zwingende Drang, Neues zu schaffen, weicht dem Vertrauen auf alte Stärken. Immer wenn sich das zerbrechliche, dennoch bestimmende Organ Matthias Björkas' in den siebten Klanghimmel geschraubt hat, biegt es wieder ab, sich nie mit dem Erreichten zufrieden gebend.

Es gab in diesem Jahr kaum eine Platte, die dermaßen unüberraschend klang und dennoch aus dem Einheitsbrei der Möchtegern-Futuristen so markant herausstach. Ein wunderschöner Soundtrack für die Wiese – nicht nur für die 80er. Und wenn dann noch so wunderschöne Weisheiten herauskommen wie too much adultry poisons your mind, dann braucht es einfach nicht mehr für das innere Wohlbefinden. Die Junggebliebenen und Jungbleibenden können hier gerne mal den Hype-Hammer aus der NewRave-Küche holen.

Andreas Peters

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