Rezension

Boy & Bear

Limit Of Love


Highlights: Limit Of Love // Hollow Ground
Genre: Indie-Pop // Pop-Folk
Sounds Like: Dr. Dog // The Delta Spirit // Band Of Horses

VÖ: 30.10.2015

Lässiges Debüt, stärkere Betonung des Folkeinschlags bei der zweiten Platte, nun präsentieren „Boy & Bear“ ihre dritte Scheibe. Für die Aufnahmen von „Limit Of Love“ haben sie Peter Gabriel und Laura Marling in einen Topf geworfen: Das Studio des Ersteren war Ort des Geschehens und der Produzent der Zweiteren, Ethan Johns, saß an den Reglern.

Die Naivität von „Moonfire“ scheinen die Australier aufgegeben zu haben. Langgezogene Hymnen und sehnsüchtige Lagerfeuertitel findet man auf dieser Platte nicht. Eher orientieren sich die Jungs um Hosking wieder an ihren Anfängen und haben mit Johns den Mann für ihre kleinen Raffinessen am Start gehabt. Wie anders wäre die beach-boyeske Leichtfüßigkeit von „Hollow Ground“ zu erklären? Wie die 80ies-Attitüde von „Walk The Wire“? Wie die großspurig angelegten Bläser in „Man Alone“? – Und hier und da schleicht sich immer mal eine kleine Klavierharmonie zwischen die Stromgitarren. Auf dieser Platte wurde am Kleinkram gearbeitet, genau hingehört, ein wenig mehr Zeit auf die Details verwendet.

Dennoch ist „Limit Of Love“ kein anstrengender Klopper, die verspielte Leichtigkeit wird beibehalten. Große Risiken sind Boy & Bear hier aber nicht eingegangen, das straighte Songwriting und die einfachen Akkorde und Rhythmen dominieren. Überraschen werden sie mit den elf neuen Stücken deshalb niemanden, erfreuen aber schon.

Silvia Silko

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Boy & Bear mit "Walk The Wire"

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