Rezension

Battle

Symptom


Highlights: Life In Mono // MDE // Symptoms
Genre: Post-Rock // Indie // Jazz
Sounds Like: Ty Segall // Deus // Telekinesis

VÖ: 27.11.2015

„Dänen lügen nicht“ sang einst schon Otto Waalkes über die Skandinavier und das soll sich auch bei den dänischen Newcomern Battle bewahrheiten, versprechen diese doch mit ihrem Debüt „Symptoms“ einen Hybrid aus schrägen Ideen und eingängigen Melodien. Und so sitzt man nach dem ersten Hördurchgang tatsächlich etwas ratlos da und kann nur feststellen, dass sie Wort gehalten haben.

Als krawalliges Duo gegründet, reichte diese Besetzung für die Umsetzung von „Symptoms“ nicht mehr aus und man erweiterte den Bandkosmos zu einem Quartett, um der Vision mehr Nachdruck verleihen zu können. So tritt schon der Opener „Symptoms“ gleich das Garagentor ein und überlässt den verzerrten Gitarren das Feld, die dann im Anschluss mit „Drive-By Love“ gleich den Hit der Platte befeuern. So weit, so vorhersehbar – nur bleibt es nicht dabei. So jazzt „Life In Mono“ gekonnt vor sich hin und bekommt durch das virtuose Saxophonspiel des dänischen Jazz-Veteranen Jesper Zeuthen eine zusätzliche Facette verpasst. „MDE“ lässt dann nochmals die Shoegaze-Gitarren aufheulen, um im abschließenden „Sun“ wiederholt das Saxophon die Schlusstöne spielen zu lassen.

Battle ist mit „Symptoms“ ein Debüt gelungen, welches viel will und tatsächlich auch viel kann. So mischen sich die Ausflüge in die Jazz-und Bluesgefilde passend zwischen die verzerrteren Stücke, ohne dass es befremdlich wirkt. Der offene Sound der Produktion tut dabei sein Übriges und lässt den Songs genügend Raum zur Entfaltung.

Spannende Platte – Spannende Band.

Sönke Holsten

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