Rezension

Ash

Meltdown


Highlights: Meltdown // Orpheus
Genre: Rock
Sounds Like: Nickelback // 3 Doors Down // Foo Fighters

VÖ: 24.05.2004

Ash, was habt ihr getan? Euch hat euer eigener Sound gelangweilt? Und jetzt holt ihr mal den Hammer raus und haut auf die Kacke?

Aber nicht so!

Wenn ihr rocken wollt, dann aber bitte richtig! Das klingt alles so schrecklich aufgesetzt, dass man sich fragt, ob das nun wirklich ernst gemeint ist, oder eine gehörige Portion Augenzwinkern drin steckt. Mensch Tim und Charlotte! Mit euren schönen Stimmchen zu dieser Rockmucke zu singen klingt in etwa so, wie wenn Xavier Naidoo bei Rammstein einsteigen würde. Ok, bei einem Veruch ("Meltdown"), hört sich das gar nicht so schlecht an, aber ansonsten: Ist die Musik zu hart, seid ihr zu schwach. Hin und wieder findet man Lichtblicke, wie bei "Evil eye", wo eure wahre Stärke, der Pop, sich blicken lässt. Aber sonst? Was soll beispielsweise das superöde "Clones"? Das dudelt da vor sich hin, baut aber keinerlei Spannung auf und wird bereits nach einer Minute todeslangweilig. "Orpheus" geht dann schon wieder. Der schöne Chorus überzeugt, obwohl ihr auch hier wieder zwischendrin alles in Grund und Boden walzen wollt. Ganz schlimm wird es allerdings bei "Renegade Calvacade". Wenn man es nicht besser wüsste, könnte man meinen ihr habt den Anfang komplett von den Toten Hosen beim Song "Pushed again" abgeguckt. Auf das Coverartwork geh ich jetzt lieber nicht genauer ein, sonst wird das hier ein kompletter Verriss und ganz so mies seid ihr dann doch nicht.

Nur eine Bitte: Macht um Gottes Willen wieder das, was ihr auch wirklich könnt und versucht nicht auf neuen Wegen zu gehen, die für euch zu schmal sind.

Benjamin Köhler

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