Rezension

Anderson .Paak

Ventura


Highlights: Come Home // 2 Much // Yada Yada // Chosen One
Genre: R'n'B // Soul // Rap // Pop
Sounds Like: N.E.R.D // Kaytranada // Thundercat

VÖ: 12.04.2019

Anderson Paak kehrt mit Album Nummer Vier zurück zu dem Sound, der ihn bekannt gemacht hat: hier gibt es sonnengetränkten R’n’B, der mit einer gehörigen Portion 70er-Jahre-Soul angereichert ist. „Ventura“ ist eine kleine Küstenstadt nördlich von Los Angeles, auf dem Album findet sich kondensiertes kalifornisches Lebensgefühl über 40 Minuten.

Die Platte strahlt dabei ähnlich makellos, wie man sich einen perfekt ausgeleuchteten Sonnenuntergang über den Hollywood Hills vorstellt. Allen voran sticht „Come Home“ mit seinem atemberaubenden Sample hervor. Ach, was muss Kalifornien für ein wunderbares Land sein, wenn Musik von dort so klingt! Andre 3000 unterstützt das Lied schließlich mit einer kleinen Rap-Einlage. Wäre zwar nicht notwendig gewesen, wirkt in diesem Fall aber auch nicht deplatziert und verleiht dem Song eine interessante Wendung.

Weitere Highlights sind das soulige „2 Much“, der flotte Rap in „Yada Yada“ oder das Mac DeMarco entliehene Sample in „Chosen One“. Produziert wurde das Album von Dr. Dre, dem Mann, der Brandon Paak Anderson entdeckte und groß herausbrachte. „Ventura“ kommt insgesamt etwas lockerer rüber als das erst vor Kurzem erschienene „Oxnard“ – im Übrigen handelt es sich hierbei um einen benachbarten Ort, gleichzeitig auch die Geburtsstadt des Künstlers –, obwohl die Songs wohl in den gleichen Sessions entstanden sein dürften. Dennoch hält nicht jeder Track auf „Ventura“ das eingangs beschriebene hohe Niveau, weshalb Paaks Erfolgsalbum „Malibu“ weiter eine Klasse für sich bleibt.

Jonatan Biskamp

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