Mugison // Mugiboogie

Was sollte man im Plattenschrank haben?

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Mugison // Mugiboogie

Beitrag von Hydro Meteor » Fr Jun 20, 2008 9:08 am

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27.6.08

http://www.mugison.com/
http://www.myspace.com/mugison
http://en.wikipedia.org/wiki/Mugison

1. Mugiboogie
2. The Pathetic Anthem
3. To The Bone
4. Jesus Is A Good Name To Moan
5. George Harrison
6. Deep Breathing
7. I'm Alright
8. The Animal
9. Two Thumb Sucking Son Of A Boyo
10. The Great Unrest
11. My Love I Love
12. Sweetest Melody
cargo-records.de hat geschrieben:Mit seinem neuen Album »Mugiboogie« bläst MUGISON sämtlichen Klischees über den Sound Islands das Licht aus. Episch? Mysteriös? Versponnen? Das mag für Björk oder Sigur Ros gelten. Islands erfolgreichster Indierocker dagegen berserkert sich durch die zwölf Songs von »Mugiboogie«, dass Tom Waits, Trent Reznor, Beck und Bonnie »Prince« Billy gleichermaßen ihre Freude an dem nordischen Blues-Bruder haben dürften. Vor drei Jahren tauschte MUGISON seinen Laptop gegen einen Bassisten und einen Drummer aus Fleisch und Blut ein, drehte den Verstärker auf Elf und begann seine Mission. Sein drittes Album "Mugiboogie" speist sich aus der Lust aufs Leben, auf die Liebe und auf Sex - ein klassisches Rockalbum also, wenn MUGISON nicht die beeindruckende Fähigkeit besäße, immer wieder zu überraschen. MUGISON nimmt den Hörer mit auf die Reise, reißt sich sein Herz aus dem Leib, um es auf einem Silbertablett zu präsentieren und den Hörer zur gleichen Zeit wütend, glücklich, traurig und heiß zu machen. Rolling Stone: "Der isländische Songer/Songwriter hat bereits einen Ruf für pure Magie, sowohl auf CD als auch solo mit Akustikgitarre und Laptop. Doch als Headliner im Kunstmuseum blies er wie die LED ZEPPLIN des Country Blues und bewaffnet mit einer Backing Band alles aus den Schuhen."
mugison.com hat geschrieben: Islands erfolgreichster Indierocker Mugison setzt zum Sprung auf den Kontinent an

Reykjavik/Berlin, April 2008 – Takk, takk - Herzlichen Dank! Mit seinem neuen Album „Mugiboogie“ bläst Mugison sämtlichen Klischees über den Sound Islands das Licht aus. Episch? Mysteriös? Versponnen? Das mag für Björk oder Sigur Ros gelten. Islands erfolgreichster Indierocker dagegen berserkert, brüllt und barmt sich durch die zwölf Songs von „Mugiboogie“, dass Tom Waits, Trent Reznor, Beck und Bonnie „Prince“ Billy gleichermaßen ihre Freude an dem nordischen Blues-Bruder haben dürften.

In seiner Heimat ist Mugison alias Örn Elías Guðmundsson bekannt wie ein bunter Hund. Das Platinalbum „Mugiboogie“ verkaufte sich 10.000 Mal. Wenig? Bei einer Bevölkerung von gerade mal 300.000 Isländern ist das mehr als ordentlich. Selbstverständlich kürten Islands Medien „Mugiboogie“ im Handumdrehen zur Platte des Jahres – und fügten Mugisons stetig wachsender Award-Sammlung noch eine Auszeichnung hinzu.

Verdient hat sich Mugison all diese Preise mit der „Do it Yourself“-Attitüde, die den Isländern eigen ist – und die Musikszene der Vulkaninsel so einzigartig macht. Mugisons Stil ist Seemeilen von dem Sound seiner bekannteren Kollegen Björk oder Sigur Ros entfernt. Der Ansatz aber ist derselbe: Das eigene Ding durchziehen, was nur scheinbar nicht passt, passend machen – und sich so vom Indie-Einerlei und der normierten Chartware abheben. So fing Mugisons Karriere zu Hause an – und auf diese Weise will er auch den Rest der Popwelt erobern: Für die ersten 10 bis 20.000 Alben, die auf dem Festland verkauft werden sollen, bastelt er das Cover selbst – in zwei Monaten Heimarbeit…

Individuell wie die neuen Hüllen für „Mugiboogie“ sind auch die Songs des Albums. Mugison macht was er will – und das bestens. Dem genialen Ekkletiker ist nichts heilig. Der Titel-Track kultiviert den blaue Funken sprühenden, nervösen Bastard-Blues eines Tom Waits. Mugsion dreht den Verstärker auf Volume 11, jagt seine Stimme durchs übersteuerte Megaphon und lässt seine Band Amok laufen. Wenn Mugison alle musikalischen Grenzen hinter sich lässt, erinnert das in seiner bedingungslosen Hingabe an Nick Cave in seiner Paraderolle als manischer Wanderprediger. Mugison kann aber auch ganz anders. Verziert die ödipale Klage „Deep Breathing“ mit flirrenden Streichern und todtraurigen Celli. Verbindet den kargen Klang des Mississippi-Deltas mit Beck Hansens lakonischer Coolness. Oder lässt die Hommage „George Harrison“ als gemütlichen Country-Walzer um die Ecke biegen, der sich alsbald in den psychedelischen Weiten von Love and Peace verliert.

Diese Vielfalt mag mit dem Hang zur Verschrobenheit zusammenhängen, den man den Isländern gerne nachsagt, zeugt aber auch von einem weiten Horizont. Der wurde Mugison quasi in die Wiege gelegt. Seine frühe Kindheit verbrachte er zum großen Teil auf den Kapverden vor der Küste Senegals. Später setzte er seine Charakterstudien in der isländischen Fischindustrie fort, mischte mit seinem Vater die Karaoke-Bars von Malaysia auf und machte in London sein Diplom als Tonmeister. Sein erstes Album „Lonely Mountain“ war ein kleines Lo-Fi-Laptop-Meisterwerk. Nach und nach verdrängten schroffer Neo-Folk und archaischer Blues die Samples und Sounds der ersten Phase. Mit „Mugiboogie“ hält Örn Elías Guðmundsson nun ein Album in Händen, das das Zeug dazu hat, dem Kabeljau als Islands Exportschlager den Rang abzulaufen. Dafür ein herzliches „Takk!“ Denn jeder, der auf außergewöhnlichen Rock steht, muss Mugison für dieses Album einfach dankbar sein.

Im Mai ist Mugison mit Queens of the Stone Age in Kanada unterwegs, bevor er im Juni und Juli nach Deutschland auf Tour kommt.
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