Jazz, Dschaes, Jats

Eine Liebe zur Musik, eine Liebe zu den Tönen

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Sidekick
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Beitrag von Sidekick » Do Mär 22, 2007 3:06 pm

Hydro Meteor hat geschrieben:
Sidekick hat geschrieben:das empirische Vermögen, Kunst auf sich wirken lassen zu können, kann man lernen. In keiner Musikrichtung ist das deutlicher als beim Jazz.
volle parallel-fahrt bis auf den zitierten punkt.

moderne kunstmusik - also die "klassik", die auf klassik-radio nicht läuft - erreicht da ein ebensolches niveau.

aber das nur als nebensächlicher verweis, da mir gerade zwar beispiele auf der zunge liegen, aber nicht rauskommen wollen.
Du meinst Atonale und Aleatorische Musik, bzw. Neue Musik samt dem Zwölfton. Leider wird der Begriff Klassik falsch gebraucht und damit in Zusammenhang gebracht, daran ist aber das Wien vergangener Zeiten schuld. Ohne Frage, die Komplexität dieser Richtungen hat es definitiv in sich, ich sehe mich auch nicht imstande, diese Stile angemessen zu beurteilen und zu bewerten, weil mein eigenes Fachwissen zum Beispiel die ganze Chromatik und Modalität nicht beherbergt, ich dazu also wenig bis gar nichts sagen kann. Dass das ein interessantes Feld ist, unterschreibe ich allerdings sofort. Wenn man zur Musik kein Talent hat, so wie ich, dann bleiben einem ja nur zwei Optionen: Eine Band gründen, oder sich dem wissenschaftlichen Aspekt der Musik widmen.
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bitterschokolade
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Beitrag von bitterschokolade » Do Mär 22, 2007 10:44 pm

Sidekick hat geschrieben:
bitterschokolade hat geschrieben:ich mag jazz soweit ganz gerne zum nebenher laufen lassen. mein freund kennt sich da aber generell eh viel besser aus als ich. der hat mich auf mulatu astatke, john lurie und (wenn man ihm zum jazz rechnen will) david holmes gebracht. alles ganz ganz tolle musik zum seele baumeln lasse und entspannen.
dass jazz auch anders kann, ist mir schon klar. nur das ist die art und weise, in der ich ihn am liebsten konsumiere.
Was haben Lurie und Holmes mit Jazz zu tun? Wenig bis gar nichts. Astatke, okay, ich schließe, dass du "Broken Flowers" mochtest, sowie einiges mehr von Jarmusch. Allerdings hat all das wenig bis gar nichts mit dem Spirit von Monk, Blakey, Coleman, Davis und letztendlich Jazz selbst zu tun. Was du da beschreibst ist eher Easy Listening. Und so sollte man die komplexeste Form von Populärmusik des 20. Jahrhunderts doch nun wirklich nicht schimpfen. Allerdings ist das ein häufiges Missverständnis. Viele Leute legen eine CD ein, die sie als Jazz fehlinterpretieren und wollen dann gemütlich in der Couch mit ihrem billigen Pinot den lieben Gott einen guten Mann sein lassen, beobachte ich immer häufiger bei meiner eigenen Mutter. Die Komponenten, die diese Musikrichtung zum Soundtrack des Existentialismus und der ureigensten menschlichen Selbstreflexion im 20. Jahrhundert gemacht haben, gehen hier jedoch natürlich völlig ab.

Konsumieren bedeutet übrigens "verbrauchen". Sich auf diese Art und Weise etwas mit künsterischem Anspruch hinzugeben (nicht gerade dem Lurie-Soundtrack eines Soderbergh-Films, hier passt tatsächlich kein Wort besser), halte ich für problematisch.
ich zitiere mich mal selbst:
"mein freund kennt sich da aber generell eh viel besser aus als ich."
daraus hätte man schließen können, dass ich nicht wirklich viel ahnung von jazz habe. im gegensatz zu dir, weiß ich, rein technisch gesehen, wie man ein jazz-stück schreibt, habe auch ein wenig ahnung von "der chromatik und den modalitäten", aber eben nicht wirklich viel von der szene. das gebe ich hier offen zu, aber das ist mir auch nicht peinlich, ich versuche wenigstens nicht bei jedem genre so zu tun, als hätte ich die weisheit mit löffeln gefressen.
"broken flowers" habe ich nie gesehen, jarmusch filme im allgemeinen finde ich auch nicht so prickelnd, daher kenne ich astatke also nicht.
und wenn du dir mal "car" von lurie anhörst, da lege ich meine hand ins feuer, das hat nichts, aber auch gar nichts mit "easy listening" zu tun. das ist wenn dann noch konzeptionelle musik.
und holmes, ja, auch da hättest du lesen können, bevor du das meckern anfängst, denn in meinem kurzen beitrag steht ganz deutlich: "(wenn man ihm zum jazz rechnen will) david holmes."
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Beitrag von Hydro Meteor » Do Mär 22, 2007 11:07 pm

wo ich gerade jason moran & the bandwagon höre:

www.jasonmoran.com/

mp3.html :wink:
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Beitrag von Cotsey » Fr Mär 23, 2007 10:58 am

OT: @bitterschokolade: bist du dir sicher, dass du Broken Flowers nicht gesehen hast? (Bill Murray, Sharon Stone) Kann auch sein dass ich mich irre.

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Beitrag von Sidekick » Fr Mär 23, 2007 3:43 pm

bitterschokolade hat geschrieben:

im gegensatz zu dir, weiß ich, rein technisch gesehen, wie man ein jazz-stück schreibt, habe auch ein wenig ahnung vo....


Was ist das denn für eine Unterstellung!?
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Beitrag von bitterschokolade » Fr Mär 23, 2007 4:46 pm

sagt mir deine aussage, dass du von chromatik und modalitäten nicht viel plan hast und folgendes:
Sidekick hat geschrieben: Wenn man zur Musik kein Talent hat, so wie ich, dann bleiben einem ja nur zwei Optionen: Eine Band gründen, oder sich dem wissenschaftlichen Aspekt der Musik widmen.
kann aber auch sein, dass ich das völlig falsch aufgefasst habe.

lustig übrigens, dass du dir nicht mal die mühe machst, deinen restlichen kram, den du zu meinem beitrag geschrieben hast, und den ich offensichtlich entkräftigt habe, überhaupt nochmal zu kommentieren...
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Beitrag von Sidekick » Fr Mär 23, 2007 5:59 pm

Warum auch? Ist das ein Battle? Du hast die eine Meinung ich die andere. Was gibt es da zu kommentieren?
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Beitrag von Camelz » Sa Mär 24, 2007 2:01 pm

wer öffentlich eine person angreift sollte sich auf nen battle einstellen können :roll:
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Beitrag von Cotsey » So Mär 25, 2007 11:17 am

Ich glaube nicht, dass Konstantin hier etwas böse gemeint hat, aber man sollte bedenken, dass solche Aussagen in geschriebener Form, d.h. ohne persönlichen Kontakt, sehr schnell offensiv wirken. Ein "ich denke" oder "meiner Meinung nach"
(und damit meine ich nicht :? :wink: :wink: :!: :D 8) etc.) kann bspw. schon einige Verallgemeinerungen entschärfen.
Es wirkt nämlich etwas herablassend, wenn man zu jemandem nur in Statements spricht (bzw schreibt).

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Beitrag von Camelz » So Apr 08, 2007 10:01 am

http://www.myspace.com/elizalumley

radiohead jazz covermusik. weiss nicht so recht was ich davon halten soll..
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Beitrag von Hydro Meteor » Do Feb 07, 2008 10:54 am

ich muss ja nochmal auf das wynton marsalis album "From the Plantation to the Penitentiary" hinweisen


www.wyntonmarsalis.org/
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Beitrag von Hydro Meteor » Di Apr 22, 2008 4:44 pm

Deutsche Börse JAZZnights

Saxophone Colossus
Sonny Rollins

Sonny Rollins (ts) Clifton Anderson (tb) Bob Cranshaw (b, voc) Bobby Broom (g) Kimati Dinizulu (perc) Kobie Watkins (dr)

›Saxophone Colossus‹ heißt eines seiner wichtigsten Alben und so darf man den mittlerweile 78jährigen Ausnahme-Tenorsaxophonisten bis heute zu recht bezeichnen.
Viele seiner Kompositionen sind heute Jazzstandards; er hat mit einer Vielzahl bedeutender Namen des Jazz zusammengearbeitet, darunter Thelonius Monk, Miles Davis, Art Blakey, Bud Powell.
2004 erhielt Rollins einen Grammy für sein Lebenswerk, 2007 wurde ihm in Stockholm der Polar-Musikpreis für »eine der kraftvollsten und persönlichsten Stimmen des Jazz in den letzten 50 Jahren« verliehen - auch wenn das Wort heutzutage inflationär gebraucht wird, darf man im Falle von Sonny Rollins mit Fug und Recht von einer der letzten großen Legenden des Jazz sprechen.
Wir freuen uns verständlicherweise ganz besonders, den ›Saxophone Colossus‹ bei unseren Deutsche Börse JAZZnights live präsentieren zu können.



26.11.08 Frankfurt Alte Oper
28.11.08 Hamburg Laeiszhalle
01.12.08 Berlin Philharmonie
04.12.08 Düsseldorf Tonhalle
06.12.08 München Philharmonie
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Beitrag von Hydro Meteor » Mi Okt 05, 2011 9:37 am

Amazon Presents: A Taste Of Blue Note - A Selection Of The Finest In Jazz

3.10.2011

Free Compilation
http://www.amazon.de/Amazon-Presents-Se ... B005OTSCZW

1. Das Meer Götz Alsmann
2. Love For Sale (Rudy Van Gelder Edition) (1999 Digital Remaster) Cannonball Adderley
3. Watermelon Man (Rudy Van Gelder Edition) (2007 - Remaster) Herbie Hancock
4. Blues March (Rudy Van Gelder Edition) (1999 Digital Remaster) Art Blakey
5. It Never Entered My Mind (Rudy Van Gelder) (1998 - Remaster) Miles Davis
6. Criss Cross (Rudy Van Gelder Edition) (1998 Digital Remaster) Thelonious Monk
7. Recordame (Remember Me) (Rudy Van Gelder Edition) (1999 Digital Remaster) Joe Henderson
8. The Final Comedown Grant Green
9. I Guess I'll Hang My Tears Out To Dry (Rudy Van Gelder Edition) (1999 Digital Remaster) Dexter Gordon
10. I Got A Woman (Rudy Van Gelder 24 Bit Remastering) (2004 Digital Remaster) Jimmy Smith
11. Adam's Apple (Rudy Van Gelder Edition) (2000 Digital Remaster) Wayne Shorter
12. The ice hotel Stacey Kent
13. Don't Worry Be Happy Bobby McFerrin
14. Easy To Love Patricia Barber
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Beitrag von Hydro Meteor » Do Okt 17, 2013 2:13 pm

Da Jan ja vorhin sein (verständliches) Unverständnis für Jazz ausgedrückt, sei betont, dass der ja durchaus sehr unterschiedliche Dinge umfasst.

Nur als ein Beispiel: Ich könnte mir durchaus vorstellen, dass so mancher hier Gefallen an Django Reinhardt finden könnte. (nur wo ich gerade ein Best Of höre).

Und ja, das könnte eher weit weg sein von Matana Roberts ;)
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