Jazz, Dschaes, Jats

Eine Liebe zur Musik, eine Liebe zu den Tönen

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Jazz, Dschaes, Jats

Beitrag von Hydro Meteor » Mi Mär 21, 2007 11:48 am

Jazz [dʒεs, auch jats]

Jaja, die Lautschrift ist falsch, bzw. die Codierungen sind unbekannt, aber dennoch das Thema:

http://en.wikipedia.org/wiki/Jazz
als Einstieg
http://www.scaruffi.com/history/jazz.html
eine dort auch verlinkte Buchversion

Der Übergang zwischen Jazz und Pop ist vielfach fließend, insb. ist aber sicherlich die Bedeutung von Jazz und Unterformen und Entwicklungen des selben als Einfluss auf die Pop-Musik zu betonen. Nicht zuletzt in den letzten "elektronischen" Jahrzehnten, wobei dort die Befruchtung ja durchaus in beide Richtungen funktionierte.

Also Künstler, Interpreten, Solisten, Gruppierungen für "jatser" hier herein.

:D
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Beitrag von Camelz » Do Mär 22, 2007 11:35 am

ich finde ja eric truffaz und nils peter molvaer klasse..

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Beitrag von Speedo » Do Mär 22, 2007 11:53 am

ich finde Jazz ehrlich gesagt meistens zu anstrengend...vor allem Free Jazz...da stelle ich mir immer die Frage, wer das wirklich hören kann...klasse finde ich dagegen, wenn Jazz mit anderen Musikstilen kombiniert wird...ab und zu bleibe ich aber auch mal beim zappen hängen, wennd as Jazz-Festival von Montreux gezeigt wird in der Glotze (oder auch ein anderes jazz-Konzi)...ist ja schon unglaublich, was die Leute können, aber so richtig was geben tut mir die Musik nicht... :?
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Beitrag von Sidekick » Do Mär 22, 2007 1:11 pm

Ach komm, auch im Bereich Free Jazz gibt es tolle Sachen. Ornette Coleman tut richtig gut tuten tun und zum Beispiel Sun Ra hat die gesamte schwarze Musik äußerst intensiv beeinflusst. Tu dich mal mehr damit befassen tun, du tust dann bestimmt auf tolle Sachen stoßen.
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Beitrag von Speedo » Do Mär 22, 2007 1:22 pm

Das tu ich dann mal tun, wenn ich mal Zeit habe...aber insgesamt übersteigt die Musik glaubne ich mein musikalisches verständnis... :lol: naja, mal gucken..in der Regel gibbet ja in jeder Musik etwas, was mir auch gefällt...
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Beitrag von Hydro Meteor » Do Mär 22, 2007 1:25 pm

Bei Jazz ist es bei mir meist so, dass ein interessanter Fernseh, Radio oder Zeitungs Beitrag mich auf einen Künstler aufmerksam macht

Herbie Hancock

Jason Moran

Cecil Taylor

z. B.

und an Konstantin eine - ernstgemeinte - Frage bzg. Sun Ra:
was ist (am) empfehlenswert(esten)?

danke
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Beitrag von bitterschokolade » Do Mär 22, 2007 1:55 pm

ich mag jazz soweit ganz gerne zum nebenher laufen lassen. mein freund kennt sich da aber generell eh viel besser aus als ich. der hat mich auf mulatu astatke, john lurie und (wenn man ihm zum jazz rechnen will) david holmes gebracht. alles ganz ganz tolle musik zum seele baumeln lasse und entspannen.
dass jazz auch anders kann, ist mir schon klar. nur das ist die art und weise, in der ich ihn am liebsten konsumiere.
Wer in der Scheiße steckt sollte sich lieber an den Geruch gewöhnen.

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Beitrag von Camelz » Do Mär 22, 2007 1:58 pm

john zorn könnte dem speedo gefallen, hat immerhin auch schon mit napalm death was gemacht ;)

http://www.myspace.com/johnzorn

edit: ist natürlich auch kein lupenreiner jazz.. :lol:

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Beitrag von Speedo » Do Mär 22, 2007 2:07 pm

Der Nachname "Zorn" passt ja auch zu Napalm Death :lol: Hörs mir mal an, danke für den Link... :wink:
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Beitrag von Sidekick » Do Mär 22, 2007 2:09 pm

Hydro Meteor hat geschrieben: und an Konstantin eine - ernstgemeinte - Frage bzg. Sun Ra:
was ist (am) empfehlenswert(esten)?
danke

Space Is The Place

Danach willst du sowieso nur mehr, aber dorthin muss man sich erst kämpfen.
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Beitrag von Sidekick » Do Mär 22, 2007 2:28 pm

bitterschokolade hat geschrieben:ich mag jazz soweit ganz gerne zum nebenher laufen lassen. mein freund kennt sich da aber generell eh viel besser aus als ich. der hat mich auf mulatu astatke, john lurie und (wenn man ihm zum jazz rechnen will) david holmes gebracht. alles ganz ganz tolle musik zum seele baumeln lasse und entspannen.
dass jazz auch anders kann, ist mir schon klar. nur das ist die art und weise, in der ich ihn am liebsten konsumiere.
Was haben Lurie und Holmes mit Jazz zu tun? Wenig bis gar nichts. Astatke, okay, ich schließe, dass du "Broken Flowers" mochtest, sowie einiges mehr von Jarmusch. Allerdings hat all das wenig bis gar nichts mit dem Spirit von Monk, Blakey, Coleman, Davis und letztendlich Jazz selbst zu tun. Was du da beschreibst ist eher Easy Listening. Und so sollte man die komplexeste Form von Populärmusik des 20. Jahrhunderts doch nun wirklich nicht schimpfen. Allerdings ist das ein häufiges Missverständnis. Viele Leute legen eine CD ein, die sie als Jazz fehlinterpretieren und wollen dann gemütlich in der Couch mit ihrem billigen Pinot den lieben Gott einen guten Mann sein lassen, beobachte ich immer häufiger bei meiner eigenen Mutter. Die Komponenten, die diese Musikrichtung zum Soundtrack des Existentialismus und der ureigensten menschlichen Selbstreflexion im 20. Jahrhundert gemacht haben, gehen hier jedoch natürlich völlig ab.

Konsumieren bedeutet übrigens "verbrauchen". Sich auf diese Art und Weise etwas mit künsterischem Anspruch hinzugeben (nicht gerade dem Lurie-Soundtrack eines Soderbergh-Films, hier passt tatsächlich kein Wort besser), halte ich für problematisch.
Zuletzt geändert von Sidekick am Do Mär 22, 2007 2:38 pm, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitrag von Hydro Meteor » Do Mär 22, 2007 2:34 pm

dennoch umfasst der jazz an sich auch diesen leicht hörbaren anteil, ebenso wie er ella und louis mit einbezieht. so wie unter populärmusik von aqua über dälek, interpol oder amon tobin bis zz top vieles zu verstehen ist.

zurück zum jazz sind für den konsumenten die übergänge, zwischen zu leicht, leicht und schwer bekömmlich gelegentlich fließender natur und auch innerhalb eines stückes durchaus möglich.
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Beitrag von Camelz » Do Mär 22, 2007 2:39 pm

jazz war auch nicht immer wahnsinnig komplex.. wenn man an die ganzen dixieland, bigband und swing sachen denkt :roll:

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Beitrag von Sidekick » Do Mär 22, 2007 2:44 pm

Hydro Meteor hat geschrieben:dennoch umfasst der jazz an sich auch diesen leicht hörbaren anteil, ebenso wie er ella und louis mit einbezieht. so wie unter populärmusik von aqua über dälek, interpol oder amon tobin bis zz top vieles zu verstehen ist.

zurück zum jazz sind für den konsumenten die übergänge, zwischen zu leicht, leicht und schwer bekömmlich gelegentlich fließender natur und auch innerhalb eines stückes durchaus möglich.

Natürlich war und ist auch Jazz wie alle großen Künste nicht vor Trivialität gefeit. Und letztendlich ist die Bekömmlichkeit immer eine Frage des einzelnen Subjekts. Diese kann man allerdings trainieren, man muss nicht einmal viel von Musik verstehen, aber das empirische Vermögen, Kunst auf sich wirken lassen zu können, kann man lernen. In keiner Musikrichtung ist das deutlicher als beim Jazz. Vielleicht ist es die Aufgabe der Eltern, für ihre Würfe bereits im Kindesalter ein paar Tunes zu bemühen, um später so den Zugang zu erleichtern.

Camelz hat geschrieben:jazz war auch nicht immer wahnsinnig komplex.. wenn man an die ganzen dixieland, bigband und swing sachen denkt :roll:

Dixieland ist der weiße Versuch, das Leben musikalisch in selber Form zu greifen, wie es der schwarze Jazz tat. Der Rassimus und die kapitalistischen Tendenzen dieser Lesart haben so manchen schwarzen Jazzer ins wortwörtliche Nirvana befördert.
Swing ist lediglich Tanzmusik, rate mal, wieso es überhaupt einen eigenen Namen bekommen hat. Eben weil es mit seinen Wurzeln nicht mehr viel zu tun hatte und immer mehr die Form von Unterhaltungsmusik annahm. Die Komplexität von Big Band-Jazz lässt sich gut bei Mingus und Ellington rekonstruieren.
Zuletzt geändert von Sidekick am Do Mär 22, 2007 2:51 pm, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitrag von Hydro Meteor » Do Mär 22, 2007 2:49 pm

Sidekick hat geschrieben:das empirische Vermögen, Kunst auf sich wirken lassen zu können, kann man lernen. In keiner Musikrichtung ist das deutlicher als beim Jazz.
volle parallel-fahrt bis auf den zitierten punkt.

moderne kunstmusik - also die "klassik", die auf klassik-radio nicht läuft - erreicht da ein ebensolches niveau.

aber das nur als nebensächlicher verweis, da mir gerade zwar beispiele auf der zunge liegen, aber nicht rauskommen wollen.
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